Exkursionsberichte


Birdwatch / Zugvogeltag 2017



Immer wieder sind die Besucher erstaunt wie viele Vogelarten an den zwei Tagen auf der Lutikerhöchi festgestellt werden. Zugegeben, dass schlussendlich 63 Vogelpostkarten an der Artenwand gezeigt werden konnten geht zu einem grossen Teil auf das Konto der (externen) Profis welche uns teilweise seit Jahren beim Bestimmen und Zählen unterstützen. Auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön unseren «Experten». Um z.B. einen Trupp fliegender Erlenzeisige bestimmen zu können braucht man/frau schon eine gehörige Portion Vogelkenntnisse und Erfahrung.

Dieses Jahr waren die überfliegenden Trupps, vor allem Sonntag, zahlreicher als letztes Jahr – es war einiges an Vogelzug zu beobachten. Ringeltauben (640), Stare (526) und Rauchschwalben (360) führen die Rangliste an. Aber auch Erlenzeisige, Bachstelzen, Eichelhäher, Rotmilan, Mäusebussard, Wacholderdrossel und Buchfink waren am Ziehen. Eine Tabelle mit den ausführlichen Resultaten kann auf eingesehen werden.

In den Himmel gucken und das Ried nach Vögeln absuchen war das Eine – das Fachsimpeln, «Käfele», das Zugvogelspiel der Kinder und das Schreiben der Sofortpostkarten an Omi oder …. das Andere.

Es waren wieder zwei intensive, erlebnisreiche Tage. All jenen die zum guten Gelingen beigetragen haben ein herzliches Dankeschön. (so)

Natürlich war auch unser Hoffotograf wieder aktiv und knipste eine Menge Bilder. Sie finden diese hier.

Mettmen Alp

Die diesjährige Bergvogelexkursion führte eine kleine Gruppe Vogelfreunde auf die Mettmen Alp im Glarnerland. Den Aufstieg von Schwanden-Kies bewältigte die Seilbahn, so dass wir unsere Rucksäcke bald beim Naturfreundehaus deponieren konnten. Rund um unser Nachtlager wuchsen die geschützten Türkenbundlilien. Mit Feldstechern und Fernrohren ausgerüstet stiegen wir danach über die Waldgrenze. Leider flogen uns nur Bergpieper und Hausrotschwänze um die Ohren, Zilpzalp und Grasmücken versteckten sich im Erlengebüsch. Beim Abstieg wagten sich fast alle, durch das rund 20 Meter lange natürliche Felsentor der Kärpfbrücke zu klettern, dem stiebenden Niederenbach entlang.

Eine Föhre direkt vor dem Naturfreundehaus war mit parallelen Ringen übersäht. Die Hüttenwartin erzählte, dass sie einen Dreizehenspecht beobachten konnten. Max Zumbühl erklärte, dass der Dreizehenspecht Harzsaft als Nahrung liebt und dabei phänomenal genaue Ringe in die Rinde hackt.

Der selbstgemachte Zopf am Sonntagmorgen tröstete uns, im Anblick des aufsteigenden Nebels. So kam es, dass wir uns leicht verstiegen und Weiden mit erstaunten Kühen queren mussten. Dann setzte Regen ein und wir picknickten in einer Alpscheune. Adler wollten auch nicht fliegen, so dass wir schnell wieder zur Hütte zurückkehrten. Max füllte seinen Rucksack noch mit «Gutem Heinrich», um am nächsten Tag daraus Spinat zu kochen. Bei «Zwetschgä-Beggeli» (Glarnerpastetli) stärkten wir uns im Naturfreundehaus für den Abstieg. Nun strahlte die Sonne, die Vögel machten Mittagspause aber unzählige Schmetterlinge, vor allem Würfelfalter, umflügelten uns.

Susanne Scheidner

Die Bilder dieses Anlasses finden Sie hier.


Exkursion in Hombrechtikon vom 21. Mai



Motto: Waldränder, Sträucher und Pflanzen, die von Menschen genutzt werden können, oder giftig sind. Leitung: R. Weinmann. Helfer: Max Zumbühl, Jakob Müller, Marco Kuster und Werner Meili, immer dabei Fotograf Andi Dändliker.

Um 7.00 Uhr starteten wir, total 19 Personen, über den Beisler Richtung Chilerain. Schon auf dieser kurzen Strecke sichteten wir diverse Vögel die im Siedlungsraum üblich sind, z.B. Amsel, Buchfink, Grünfink und Girlitz, weiter zur Buen waren Hausrotschwanz, Kohlmeise und Spatz zu sehen. Buen Richtung Wysspeter und dessen Bach war Botanik angesagt. Birke, Heidelbeer, Wegerich und Löwenzahn, die von Menschen genutzt werden können. Auch giftige Pflanzen trafen wir an, z.B. die beiden Schneeball, der Gewöhnliche, mit roten Früchten und der Wollige, mit schwarzen Früchten. Die rote Heckenkirsche, ein schöner Strauch mit prächtig roten Beeren, aber die sind leider auch giftig! Auch auf dieser Strecke hörten und sahen wir Vögel: Spechte, Zaunkönige, Rotkehlchen und Drosseln. Aus dem Wald im Rain, Richtung Grüningerstrasse sahen wir am Wegrand, Schlangen- Knöterich, Salomons-Siegel und Schwarzer-Holunder. Unser Weg führt nach Lutikon (Siedlung des Alemannen „ Hlut“) zur Lutiker-Höhe dort suchten wir mit unseren Fernrohren nach weiteren Vögel, auf dem Lützelsee nach Wasservögel. Hier beendete ich die Exkursion und lud die Teilnehmer zum Bräteln auf die Bochslen-Höhe ein. Wenige kamen mit an den von Ernst Sonderegger angeregten und von Susanne Scheidner ausgeführten sehr gemütlichen Abschluss.

Es war eine gelungene Exkursion, wir hatten ein gutes Feedback, einige Teilnehmer haben den Wunsch geäussert solche doch zu wiederholen.

Röbi Weinmann
Bilder zu diesem Anlass finden Sie hier.

Reise nach Dangast am Jadebusen (Norddeutschland) vom 29. April bis 8. Mai 2017



Alle zwei Jahre organisiert Marco Kuster vom Ornithologischen Verein Hombrechtikon eine Auslandreise. Ziel war diesmal die Gegend am Jadebusen (Friesland). So reisten zwölf Personen mit der Bahn nach Hannover. Weiter ging die Reise per Bus zum Hotel in Dangast. Im heimeligen Hotel „Stoertebeker“ wurde die Gruppe freundlich empfangen. Nach dem Bezug der Unterkunft machte man sich auf, die Umgebung zu erkunden. Die Lebensräume im Jadebusen stehen seit 1986 als Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer unter besonderem Schutz. So freute man sich die Gegend um den Jadebusen kennenzulernen. Voller Tatendrang und ausgerüstet mit Feldstechern und Fernrohren machten sich die Vogelfreunde auf den Weg um die heimischen und auch durchziehenden Vögel zu beobachten. Um besser voranzukommen wurden Velos gemietet. Die Fahrt mit dem Velo gestaltete sich für manche recht abenteuerlich. Es musste tüchtig in die Pedalen getreten werden, um im kühlen Gegenwind voranzukommen. Immer wieder wurde angehalten um Kiebitze, Schafstelzen, Braunkehlchen, Hänflinge, Rohrammern usw. zu beobachten. Besonders zu begeistern vermochten die Watvögel wie Rotschenkel, Grünschenkel, Steinwälzer, Säbelschnäbler am Ufer des Wattenmeers und die verschiedenen Enten in den Teichen. Hunderte von Nonnengänsen weideten auf den Wiesen und boten eine eindrückliche Flugschau bevor sie in ihr Brutgebiet weiterzogen. Zur Abwechslung stand ein Besuch im Nationalparkhaus auf dem Programm oder man erholte sich im Solebad.

Insgesamt konnten gut 90 Vogelarten beobachtet werden.

Ein Höhepunkt war sicher auch der Tagesausflug nach Schillighörn an der Nordsee. Ausgerüstet mit alten Turnschuhen, Socken oder gar barfuss wurde zur Wattwanderung aufgebrochen. Während die einen sich auf dem schlickigen, nassen und kalten Boden unsicher fühlten und den „Landweg“ vorzogen, genossen die anderen die Weiten des Wattenmeers. Das Wattenmeer bietet Lebensraum für verschiedene Pflanzen, Strand- und Wattschnecken und Muscheln. Etwa 30 cm unter dem Boden lebt der Wattwurm. Die Kothäufchen, die wie Spaghetti aussehen, weisen auf ihn hin.

Auf der Weiterfahrt erhielt man einen Eindruck der Gegend um Willhelmshaven und machte einen Kaffeehalt in der Strandpromenade.

Für Abwechslung sorgte auch die Schifffahrt durch den Jadebusen und den Marinehafen in Wilhelmshaven. Immer wieder erhielten die Teilnehmer interessante Informationen. Auf einer Sandbank konnten einige Seehunde aus der Nähe beobachtet werden. Um das „Highlight“ nicht zu verpassen, musste man sich aus der warmen Kabine auf Deck begeben. Hier konnte man miterleben, wie vier junge Seehunde ausgesetzt wurden.

Neben dem reichhaltigen Programm blieb auch Zeit für individuelle Spaziergänge, zusätzliche Radtouren oder gemütliches Zusammensein.

Herzlichen Dank Marco Kuster für die tadellose Organisation.
Rosmarie Dändliker

Bilder zu diesem Anlass finden Sie hier.

Exkursion ins Kaltbrunner Ried



Zur ersten Exkursion trafen sich zehn Teilnehmer im Kaltbrunner Riet in der Linthebene. Mit Fernrohren und Feldstechern ausgerüstet machte sich die Gruppe auf den Weg Richtung Beobachtungsturm. Immer wieder wurde Halt gemacht, um Vögel zu beobachten und deren Gesänge zuzuordnen. So konnte unter anderem aus nächster Nähe der Gartenrotschwanz betrachtet werden. Vom Aussichtsturm wurden in der Weite des Rietes verschiedene Enten und weitere gefiederte Bewohner erspäht. Auf dem Rückweg beobachtete eine Waldohreule die Passanten.
Bilder zu diesem Anlass finden Sie hier.

Exkursion "Wintergäste am Lützelsee" vom 12. März 2017

Es war ein prächtiger Sonntag. Mitglieder des OVH waren mit Infotafeln und Fernrohren am Lützelsee postiert. Dies um zu beobachten, was sich ausser den unzähligen Spaziergängern, Joggern und Bikern im und am See sonst noch tummelt. Viele Passanten nutzten die Gelegenheit Erfahrungen auszutauschen und Fragen zu stellen. Beliebt bei Gross und Klein war der Blick durchs Fernrohr. So konnten die Bekassinen mit ihren langen Schnäbeln aus der «Nähe» beobachtet werden. Silberreiher, Graureiher, Kormorane und Störche stellten sich zur Schau. Haubentaucher führten ihre Balztänze auf und Löffelenten, Gänsesäger, Schnatterenten usw. vergnügten sich im Wasser. Neben Graugänsen konnten auch Nilgänse notiert werden. Im Schilf «turnten» Rohrammern von Halm zu Halm. Und am Himmel boten Rotmilane eine Flugschau.

Ab und zu wurde das Fernrohr auch auf die Rehe im Riet gerichtet. Sogar der Fuchs, der sich vor der Höhle sonnte, konnte bestaunt werden. Eine Überraschung boten die beiden Erdkrötenpaare, welche über den Fussweg dem Laichgewässer entgegenliefen.

Ein gelungener Anlass. Vielen Dank allen Helfern.

Rosmarie Dändliker

Bilder zu diesem Anlass finden Sie hier.

Birdwatch / Internationale Zugvogeltage 2016



Als Plakat- und Briefmarkensujet, und nicht zu vergessen auch als Guetsli-Priisli beim Zugvogelspiel, haben wir dieses Jahr die Ringeltaube gewählt. Die Ringeltauben liessen uns dann auch nicht im Stich. Sie konnten als eine der wenigen im Schwarm ziehende Art notiert werden.

Trotz dem am Sonntag misslichen Wetter wurden gegen 50 Arten festgestellt. Als Postkarten-Bild wurden diese an unserer Anschlagwand den Besuchern gezeigt.

Dank der tollen Infrastruktur mit Baustellenwagen und Küchenzelt, sowie einer bewährten Mannschaft, erlebten wir wieder zwei tolle, ……. Tage auf der Lutikerhöchi.

Herzlichen Dank allen Helfern vor und hinter den Kulissen. Ein ganz besonderes Dankeschön unseren «Externen», Ambros Thurston und Esther Glaus, für ihre wertvolle Unterstützung.

Nachdem bekanntlich Bilder mehr als tausend Worte sagen: Hier der Link zu den Fotos unseres Hoffotografen Andreas Dändliker. (so)


Jubiläum im Hasel: 30 Jahre Störche in Hombrechtikon

1986 eröffnete der OVH im Hasel die 22. Aussenstation des von Max Bloesch geleiteten „Storchenansiedlungsversuch Altreu“. Im Dezember überbrachte Max Blösch persönlich die ersten 8 Weissstörche. In den neu erstellten Gehegen sollen sie bis zur Brutreife heranwachsen und freifliegende Störche zum Verweilen am Lützelsee animieren. Brutreif und womöglich bereits verpaart sollen sie dann zu Beginn der Brutzeit in die Freiheit entlassen werden, in der Hoffnung, dass sie die in Stationsnähe platzierten Horste beziehen, zu brüten beginnen und so als stolze, weisse Segler auch am Lützelsee heimisch werden. Die Höhepunkte und Tiefschläge der vergangenen 30 Jahre sammelte unser Storchenbetreuer Max Zumbühl.

Fünfzehn Informationstafeln standen am 21./22. Mai in der Remise der Familie Eberhard im Hasel. Max Zumbühl, Jakob Müller und Röbi Weinmann beantworteten an beiden Tagen unzählige Fragen der Besucher. Spannend war es, den detaillierten Erläuterungen zuzuhören, angefangen beim unerwartet glücklichen Ansiedlungsstart (1987) mit 3 Freibruten, von denen jedoch alle Jungen trotz kurzzeitiger Umsiedlung unter die Wärmelampe des schlechten Wetters wegen eingingen. Ein Jahr später kam es nur zu einer Brut. Wieder waren wir genötigt mit dem gleichen Prozedere nachzuhelfen und so überlebten drei Jungstörche. Einer durfte frei ausfliegen, zwei hielten wir im Gehege zurück. So verliess der erste im Hasel geschlüpfte Storch 1988 Hombrechtikon und zog artgerecht Richtung Süden.

Wie vorgesehen wurden nach fünf Jahren die Gehege abgerissen und die Fütterungen eingestellt. Mit grosser Genugtuung durften wir auf eine gelungene Wiederansiedlung zurückblicken, brüteten nämlich am Ende unseres Versuches im Hasel bereits acht freifliegende Paare. Seither klappern jedes Jahr zwölf bis 16 Paare im Hasel. Jeweils im Juni fährt die Feuerwehr mit der riesigen Autodrehleiter im Hasel vor um uns das Beringen der Jungstörche zu ermöglichen. 2015 konnten wir 33 Ringe der Vogelwarte Sempach an die roten Beine klipsen und alle verliessen artgerecht im August den Lützelsee! Und dann 2016: Am 11. Mai zählte Max Zumbühl mindestens 23 Junge. Darauf folgten die «Eisheiligen». Am 15. Mai waren alle geschlüpften Flaumknäuel an Unterkühlung eingegangen. Am nachfolgenden, sonnigen «Jubiläumswochenende» lebte kein einziger Jungstorch mehr, die vorgesehene Attraktion «Blick ins Nest» erübrigte sich. Nur im Schaukasten waren echte Storcheneier zu betrachten, oben auf den Horsten weilten nur die kinderlosen Altstörche. Wer Lust hatte, konnte am Wettbewerb über die Storchenansiedlungsgeschichte mitmachen und die Kinder setzen Riesenpuzzles zusammen. In der Folgewoche besuchten über 10 Schulklassen die Ausstellung und wurden von Max Zumbühl mit spannenden Geschichten ins Leben der Störche eingeführt.

Susanne Scheidner

Exkursion in Hombrechtikon am 26. April

Um 9 Uhr mit 14 Personen, drei Fernrohren und bei angenehm trockenem Wetter konnten wir die Exkursion starten. Bereits auf dem Schmiedweg hörten wir Amsel, Buchfink und einen Girlitz, auf dem Kirchendach sahen wir Haustauben, auf der Wiese westlich des Eglihauses konnten wir Hochstammapfelbäume und Birnbäume in voller Blüte geniessen. Diverse Rot- und Schwarzmilane, ein Mäusebussard verfolgt von einer Rabenkrähe begleiteten uns an den Brunnenweg, wo wir bereits den Gesang von Zaunkönig, Mönchsgrasmücke und Co. hören konnten. Auch die Stauden und Büsche wurden erkannt, begutachtet und als zu radikal zurückgesetzt kritisiert. Im Wald, begleitet vom «Wysspeterbach», hörten wir wieder viele Vogelstimmen, sogar ein Sommergoldhähnchen wurde gehört. Die Hecke nach dem Wald, die bis zum Herrenweg reicht, ist auch stark gestutzt worden.

Auf dem Herrenweg hörten wir Zilpzalp, Amsel, Blau- und Kohlmeisen usw., nur die versprochene Singdrossel sang nicht, doch einige Meter weiter wurde sie in einem Baum gesichtet. Weiter zur Chüeweid, wo wir Maja Röthlisbergers angepflanzte Hecke bewunderten.

Insgesamt sahen wir auf dieser Exkursion 33 Vogelarten und etwa ein Dutzend Staudenarten.

Röbi Weinmann

Zum Exkursionsbericht gehören auch Bilder. Sie finden diese hier.

Bergvogelwochenende im Nationalpark (26./27. Juni 2010)

Bei herrlichem Wanderwetter machten sich fünfzehn Vogelfreunde am frühen Samstagmorgen auf die Reise in den Nationalpark. Nach der Bahnfahrt entlang dem Walensee, durchs Prättigau und den Vereinatunnel gelangte man ins Unterengadin. Wenig später erreichten die Reisenden das Ziel, das Hotel Il Fuorn an der Ofenpassstrasse. Schon bald nahm man die Wanderung/Exkursion von Buffalora über die Alp Marangun zur Alp la Schera unter die Füsse. Die Blumenliebhaber erfreuten sich an Edelweiss, Enzian, Alpenrosen und vielen anderen Bergblumen in allen Farben. Aus der Ferne hörte man den Kuckuck rufen und die Ringdrossel und der Steinschmätzer wurden beobachtet. Nach einem längeren Aufstieg ebnete sich der Weg und die Aussicht in die Berge und hinunter zum Lago di Livigno war grandios. Nach dem Abstieg durch einen Legföhrengürtel wurde bei der Alp la Schera eine Pause eingeschaltet. Zuoberst auf einer Föhre präsentierte sich der Fichtenkreuzschnabel und das Murmeltier sonnte sich am Hang. Der Weg führte nun durch abwechslungsreichen Mischwald und über stufenbildendes Wurzelwerk abwärts zurück zum Hotel. Am Sonntagmorgen teilte sich die Gruppe. Die einen zogen die leichtere Tour von Champlönch (P1) entlang der alten Ofenpassroute, mit einem Abstecher auf die Alp Grimmels, zurück nach Il Fuorn vor. Die anderen wagten den Aufstieg nach Margunet, in der Hoffnung den Bartgeier zu sichten. Auf dem Weg durch den Wald waren verschiedenste Vogelstimmen zu hören. Die Sänger mit dem Feldstecher „einzufangen“ war schwierig. Immerhin zeigte sich die Tannenmeise und auf der Alp Stabelchod wurden die Beobachter von einer Gruppe Dohlen empfangen. Durch die immer enger werdende Schlucht und dem rauschenden Bach entlang wanderte man durchs Val dal Stabelchod dem Ziel Margunet entgegen. Am Himmel zog der Steinadler seine Kreise, Murmeltiere genossen die Sonne und am Gegenhang waren Gämse zu beobachten. Nach dem Bartgeier hielt man vergebens Ausschau. Durchs Val dal Botsch kehrten die Wanderer zum Hotel Il Fuorn zurück. Die eigentliche Attraktion zum Schluss: Das Fernrohr auf dem Parkplatz des Hotels war direkt auf einen Adlerhorst gerichtet. Und siehe da, ein Steinadler fütterte seine Brut.
30.7.10/rd

Bilder zu diesem Anlass finden Sie hier.
_DSC4715-kl-web.jpg R0012950-kl.jpg
Das MotivDer Fotograf

Ab 6.6.2012 auf Server BZ